23.02.2018 / Allgemein / /

Strengelbach: CVP engagiert sich für regionale Spitex und ist gegen Hardmatt-Lösung

Die CVP Ortspartei Strengelbach engagiert sich als Initiant eines Referendumkomitees gegen den an der Gemeindeversammlung vom 24. November 2017 getroffenen Entscheid eines Alleingangs der Spitex, integriert in der Hardmatt. Mit nur 4 Stimmen unterlag das von CVP Gemeinderätin Karin Nauer vorgeschlagene Geschäft der Spitex Regionalisierung. Dies bei einer Stimmbeteiligung von lediglich 5.8%. Das Referendum kam mit 465 Stimmen zu Stande, nötig gewesen wären 294.

Am 4. März entscheidet das Strengelbacher Stimmvolk ob zukünftig Spitex Dienstleistungen, also die Betreuung pflegebedürftiger Personen zu Hause, vom Seniorenzentrum Hardmatt erbracht werden soll oder nicht. Dabei geht es um wesentlich mehr als nur die Frage «Hardmatt-Lösung» ja oder nein. Indirekt geht es auch um die Frage des Beitritts zur geplanten regionalen Spitex. Denn wer Nein zur «Hardmatt-Lösung» sagt muss konsequenterweise später Ja zur regionalen Spitex Lösung sagen. Zudem geht es um die Grundsatzfrage ob es sich die Strengelbacher Bevölkerung leisten will in einer für die Gemeinde wesentlichen Dienstleistung in der Region im Abseits zu stehen? Strengelbach würde mit der Spitex-Hardmatt-Lösung von Anfang an massiv geschwächt. Der heutige Spitex Verbund Strengelbach-Vordemwald-Brittnau wird per Ende 2018 aufgelöst. Brittnau und Vordemwald treten der regionalen Lösung bei. Ein Alleingang von Strengelbach bedeutet eine Reduktion der Ressourcen was ein auseinanderreissen des Strengelbacher Spitex-Teams mit sich bringt. Bisherige Klienten verlieren ihre jahrelangen Betreuungspersonen.

Warum eine Spitex Organisation mit einem Seniorenzentrum zusammen arbeiten soll macht zukünftig noch weniger Sinn als heute. Nach dem neuen Pflegegesetz, welches die Strategie ambulant vor stationär verfolgt, werden zukünftig nicht nur ältere Patienten zu Hause gepflegt, sondern auch der 30-jährige Hobbysportler der seinen Beinbruch zu Hause fertig auskurieren muss. Dass die Betreuung des 30-jährigen Sportlers zu Hause nicht viel Gemeinsamkeiten mit der Betreuung einer älteren Person in einem Altersheim hat, liegt auf der Hand. Somit sieht auch das Anforderungsprofil und damit die Ausbildung des dazu nötigen Personals zukünftig ganz anders aus. Synergien sind kaum mehr möglich. Synergien findet man vor allem in der regionalen Lösung. Nämlich wenn die zunehmende Administration und die hohen Kosten für permanente Weiterbildung des Personals gemeinsam unter den Gemeinden aufgeteilt werden kann und die regionale Spitex damit als attraktiver Arbeitergeber am Markt auftritt.

Weiter werden Spitex Angestellte darauf spezialisiert Patienten möglichst lange zu Hause zu behalten, dies im Sinne vieler Patienten. Ob dies dann auch das Ziel der Geschäftsführung eines Altersheims ist muss stark angezweifelt werden, denn diese möchte möglichst ihre Betten füllen und sieht die Spitex dann als wertvollen «Zulieferer». Ein unhaltbarer Zustand für Mitarbeiter und Patienten.

Abrupter Szenenwechsel: Oberstufe Strengelbach. Im Jahre 2012 und 2016 fällt die Oberstufe Strengelbach zweimal hintereinander bei der Qualitätsprüfung des Kantons durch. Einer der Gründe war, die mangelnde Grösse der Oberstufe. Zu klein, zu unattraktiv als Arbeitgeber. Es wäre schon 2012 vorausschauend klug gewesen die Oberstufe mit einer grösseren Oberstufe zusammen zu legen, erfährt man von den Verantwortlichen beim Kanton. Nein, man versuchte es im Alleingang, wie man heute weiss – erfolglos. Die Zeche bezahlten dann beinahe die Eltern.

Das exakt gleiche Bild zeigt sich nun beim Thema der regionalen Spitex. Man versucht auf Biegen und Brechen einen Strengelbacher Alleingang. Wie lange geht das gut und wer «bezahlt» schlussendlich die Zeche? Warum nur tut man sich in Strengelbach derart schwer mit regionalen Lösungen? Diesmal geht es um die Gesundheit und Lebensqualität der Spitex Klienten! Deshalb keine Experimente auf Kosten von Patienten mit einer Spitex-Hardmatt-Lösung und daher ein klares NEIN!

Kontakt

  • Roger Lussi

    Präsident Schulpflege, Vertretung Strengelbach im Vorstand der Bezirkspartei